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Devialet Dione (2025) im Test: Klangskulptur mit Kompromissen

TechCheck24 Redaktion
Devialet Dione (2025) im Test: Klangskulptur mit Kompromissen

Im hart umkämpften Markt der High-End-Soundbars positioniert sich die Devialet Dione als Klangskulptur. Kann die französische Edelschmiede mit ihrem neuesten Wurf nicht nur optisch, sondern auch klanglich überzeugen? Unsere Analyse der ADH-Verstärkertechnologie und der ungewöhnlichen Treiberanordnung offenbart Stärken und Schwächen.

Gut (85%)

Unabhängige Experten-Analyse von TechCheck24

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Design, Verarbeitung und Komfort

Die Devialet Dione ist zweifellos ein Hingucker. Das schlanke, längliche Design wird durch den zentralen ORB® Speaker (eine rotierende Kugel) dominiert, der sich automatisch an die Ausrichtung der Soundbar anpasst (Wandmontage oder Aufstellung auf einem Möbelstück). Die Verarbeitung ist makellos, mit hochwertigen Materialien wie eloxiertem Aluminium und akustisch transparentem Stoff. Die Dione wirkt massiv und wertig, was dem hohen Preis angemessen ist. Die Soundbar ist relativ groß und schwer, was bei der Aufstellung berücksichtigt werden sollte. Die mitgelieferte Fernbedienung ist minimalistisch gehalten und bietet die grundlegenden Funktionen. Eine Wandhalterung ist optional erhältlich. Die Dione ist in zwei Farbvarianten erhältlich: Schwarz und Grau. Das Design ist polarisierend – entweder man liebt es oder man hasst es – aber es ist unbestreitbar einzigartig.

Devialet Dione (2025) im Test: Klangskulptur mit Kompromissen

Bedienung, Ausstattung und App

Die Einrichtung der Devialet Dione ist denkbar einfach. Dank HDMI eARC erfolgt die Verbindung zum Fernseher problemlos, und die Soundbar kalibriert sich automatisch an den Raum. Die Bedienung ist intuitiv, entweder über die Fernbedienung oder die Devialet App. Die App bietet Zugriff auf erweiterte Funktionen wie die Klanganpassung (Equalizer), die Auswahl verschiedener Klangmodi (Film, Musik, Voice) und die Steuerung der Lautstärke. Die Dione unterstützt AirPlay 2 und Spotify Connect, was das Streamen von Musik einfach macht. Die Soundbar verfügt über verschiedene Anschlüsse, darunter HDMI eARC, optischer Eingang und Ethernet. WLAN und Bluetooth sind ebenfalls integriert. Einziges Manko: Es gibt keinen Kopfhörerausgang. Die Software-Updates werden Over-the-Air installiert, was die Dione immer auf dem neuesten Stand hält. Die App könnte allerdings noch etwas übersichtlicher gestaltet werden.

Klangqualität: Dynamik und Detailtreue

Die Klangqualität der Devialet Dione ist schlichtweg beeindruckend. Die Soundbar erzeugt eine unglaublich breite und räumliche Klangbühne, die Filme und Musik zum Leben erweckt. Die Höhen sind klar und präzise, die Mitten ausgewogen und detailliert. Stimmen werden natürlich und verständlich wiedergegeben. Die Dione verfügt über neun Full-Range-Lautsprecher, die von Devialets patentierter ADH® (Analog Digital Hybrid) Verstärkertechnologie angetrieben werden. Diese Technologie sorgt für eine hohe Leistung und einen geringen Klirrfaktor. Die Dynamik ist exzellent, von leisen Dialogen bis hin zu explosionsartigen Actionszenen. Allerdings fehlt es der Dione etwas an Bassdruck, insbesondere bei Filmen. Für ein echtes Heimkinoerlebnis empfiehlt sich daher die Ergänzung mit einem Subwoofer. Die Dione unterstützt Dolby Atmos, was für eine noch immersivere Klangwiedergabe sorgt. Die Klangqualität ist insgesamt sehr neutral, was sie sowohl für Filme als auch für Musik geeignet macht. Die ORB® Speaker trägt maßgeblich zur präzisen Klangabbildung bei.

Devialet Dione (2025) im Test: Klangskulptur mit Kompromissen

ANC, Telefonie und Akku

Da es sich um eine Soundbar handelt, sind ANC (Active Noise Cancellation), Telefonie und Akku keine relevanten Aspekte. Die Devialet Dione ist für den stationären Einsatz konzipiert und benötigt eine Stromversorgung. Die Soundbar verfügt jedoch über eine automatische Raumkalibrierung, die den Klang an die akustischen Eigenschaften des Raumes anpasst. Dies kann als eine Art passive Geräuschunterdrückung betrachtet werden, da unerwünschte Reflexionen und Resonanzen minimiert werden. Für Telefonie ist die Dione nicht ausgelegt, da sie kein integriertes Mikrofon besitzt. Die automatische Raumkalibrierung funktioniert gut, könnte aber in manchen Fällen noch etwas präziser sein. Insgesamt ist die Dione jedoch gut in der Lage, den Klang an die jeweilige Umgebung anzupassen.

Preis-Leistungs-Verhältnis & Konkurrenz

Die Devialet Dione ist mit einem Preis von rund 2400 Euro eine der teuersten Soundbars auf dem Markt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist daher fragwürdig. Konkurrenten wie die Sonos Arc (mit Subwoofer und Surround-Speakern), die Bose Smart Soundbar 900 (ebenfalls mit optionalem Subwoofer) oder die Sony HT-A7000 bieten eine ähnliche oder sogar bessere Klangqualität zu einem niedrigeren Preis. Die Dione punktet jedoch mit ihrem einzigartigen Design und ihrer einfachen Bedienung. Wer bereit ist, so viel Geld auszugeben, erhält eine Soundbar, die in puncto Design und Klangqualität Maßstäbe setzt. Ob dies den hohen Preis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Die Konkurrenz schläft nicht, und es gibt viele Alternativen, die ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Die Dione ist eher etwas für Design- und Klangenthusiasten, die bereit sind, tief in die Tasche zu greifen.

✓ Vorteile

  • Exzellente Klangqualität mit beeindruckender Räumlichkeit
  • Einzigartiges Design mit rotierendem Center-Speaker
  • Umfangreiche Konnektivität (HDMI eARC, optisch, AirPlay 2, Spotify Connect)
  • Einfache Einrichtung und intuitive Bedienung

✕ Nachteile

  • Sehr hoher Preis
  • Begrenzte Bassleistung ohne Subwoofer
  • Keine Unterstützung für DTS:X
Fazit der Redaktion Die Devialet Dione (2025) ist eine beeindruckende Soundbar, die mit ihrem einzigartigen Design und ihrer exzellenten Klangqualität überzeugt. Allerdings ist der hohe Preis ein erheblicher Wermutstropfen, und die fehlende DTS:X-Unterstützung sowie die begrenzte Bassleistung könnten für manche Nutzer ein Ausschlusskriterium darstellen. Wer bereit ist, tief in die Tasche zu greifen, erhält jedoch eine Soundbar, die in puncto Klang und Design Maßstäbe setzt.