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DJI Mavic 4 Pro im Test: Revolutioniert sie die Drohnenfotografie wirklich?

TechCheck24 Redaktion
DJI Mavic 4 Pro im Test: Revolutioniert sie die Drohnenfotografie wirklich?

Die DJI Mavic-Reihe hat sich über Jahre als Goldstandard für hochwertige Kameradrohnen etabliert. Mit der Mavic 4 Pro verspricht DJI nun eine neue Ära der Drohnenfotografie. Doch hält die neueste Generation wirklich, was der Hersteller verspricht? Wir haben die Mavic 4 Pro auf Herz und Nieren geprüft.

88

Exzellent

Unabhängiger Testbericht

Design, Haptik und Portabilität

Die Mavic 4 Pro setzt das bewährte Design der Mavic-Serie fort, jedoch mit einigen subtilen Verbesserungen. Die Drohne wirkt durch die Verwendung von hochwertigeren Materialien noch robuster und wertiger als ihre Vorgänger. Die Carbonfaser-Verstärkungen tragen nicht nur zur Stabilität bei, sondern verleihen der Drohne auch ein edles Aussehen. Im Vergleich zur DJI Inspire 3, die eher auf maximale Leistung und professionelle Filmproduktionen ausgelegt ist, punktet die Mavic 4 Pro mit ihrer Kompaktheit und Portabilität. Zusammengeklappt passt sie problemlos in einen Rucksack, was sie zum idealen Begleiter für Reisen und Outdoor-Shootings macht. Die überarbeitete Gimbal-Abdeckung schützt die Kamera effektiv vor Beschädigungen während des Transports. Die Haptik ist durchweg positiv, die Drohne liegt gut in der Hand und vermittelt ein Gefühl von Kontrolle. Die verbesserte Aerodynamik reduziert zudem das Windgeräusch im Flug, was sich positiv auf die Audioqualität bei Videoaufnahmen auswirkt.

DJI Mavic 4 Pro im Test: Revolutioniert sie die Drohnenfotografie wirklich?

Kamera und Sensorik: Bildqualität im Fokus

Das Herzstück der Mavic 4 Pro ist zweifellos die Kamera. DJI hat hier einen neuen 20-Megapixel-Sensor verbaut, der deutlich größer ist als beim Vorgängermodell. Dies führt zu einer erheblich verbesserten Bildqualität, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen. Die Drohne kann Videos in 5.4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen, was für professionelle Ansprüche mehr als ausreichend ist. Der Dynamikumfang wurde ebenfalls verbessert, wodurch mehr Details in hellen und dunklen Bildbereichen erhalten bleiben. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten von Parrot oder Autel Robotics, die oft mit kleineren Sensoren und geringerer Auflösung arbeiten, spielt die Mavic 4 Pro in einer eigenen Liga. Die integrierte Hasselblad-Farbkalibrierung sorgt für natürliche und präzise Farben, die kaum Nachbearbeitung erfordern. Die Blende ist variabel (f/2.8 bis f/11), was dem Fotografen mehr kreativen Spielraum ermöglicht. Die Sensorgröße von 1 Zoll erlaubt ein schönes Bokeh (Hintergrundunschärfe) bei Fotos, was bei Drohnenaufnahmen bisher eher unüblich war. Der digitale Zoom ist zwar vorhanden, sollte aber aufgrund des Qualitätsverlusts nur in Ausnahmefällen genutzt werden.

Flugmodi, Software und Hinderniserkennung

DJI hat die Mavic 4 Pro mit einer Vielzahl intelligenter Flugmodi ausgestattet, die das Filmen und Fotografieren erheblich erleichtern. ActiveTrack 5.0 ermöglicht eine präzisere Verfolgung von Objekten, auch wenn diese sich schnell bewegen oder kurzzeitig hinter Hindernissen verschwinden. Der Spotlight-Modus erlaubt es, die Kamera auf ein bestimmtes Objekt auszurichten, während die Drohne frei gesteuert wird. Die MasterShots-Funktion erstellt automatisch kurze, professionell aussehende Videos. Die Software ist zwar umfangreich, aber gut strukturiert und intuitiv bedienbar. Die DJI Fly App bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für Kamera, Flugmodi und Sicherheit. Die omnidirektionale Hinderniserkennung arbeitet zuverlässig und warnt rechtzeitig vor potenziellen Kollisionen. Im Vergleich zu älteren DJI-Modellen wurde die Reaktionszeit der Hinderniserkennung deutlich verbessert. Die Software bietet auch die Möglichkeit, Flugrouten vorab zu planen und automatisch abfliegen zu lassen. Die Geofencing-Funktion verhindert, dass die Drohne in gesperrte Lufträume eindringt.

Akkulaufzeit und Flugstabilität

Die Mavic 4 Pro bietet eine beeindruckende Flugzeit von bis zu 46 Minuten, was deutlich länger ist als bei den meisten Konkurrenzprodukten. Dies ermöglicht längere Aufnahmesessions ohne lästiges Akkuwechseln. Die tatsächliche Flugzeit hängt natürlich von den Flugbedingungen und der Nutzung der intelligenten Flugmodi ab. Bei starkem Wind oder häufigem Einsatz des Sportmodus kann sich die Flugzeit verkürzen. Die Drohne ist sehr windstabil und hält auch bei stärkerem Wind ihre Position zuverlässig. Die verbesserte Aerodynamik trägt ebenfalls zur Flugstabilität bei. Die intelligente Akkuverwaltung sorgt für eine optimale Nutzung der Akkukapazität und warnt rechtzeitig vor niedrigem Akkustand. Im Vergleich zu älteren Mavic-Modellen wurde die Ladezeit der Akkus verkürzt. Es empfiehlt sich, mehrere Akkus zu kaufen, um längere Aufnahmesessions ohne Unterbrechung zu ermöglichen.

Kaufberatung: Investition in die Zukunft der Drohnenfotografie?

Die DJI Mavic 4 Pro ist zweifellos eine der besten Drohnen auf dem Markt, aber sie hat auch ihren Preis. Ob sich die Investition lohnt, hängt von den individuellen Ansprüchen und dem Budget ab. Für professionelle Fotografen und Filmemacher, die höchste Bildqualität und maximale Sicherheit benötigen, ist die Mavic 4 Pro eine klare Empfehlung. Hobbyfotografen, die bereit sind, etwas mehr Geld auszugeben, werden ebenfalls von den zahlreichen Features und der intuitiven Bedienung profitieren. Im Vergleich zur DJI Air 3 bietet die Mavic 4 Pro eine nochmals verbesserte Bildqualität und eine längere Flugzeit, allerdings zu einem deutlich höheren Preis. Wer nur gelegentlich Drohnenaufnahmen macht, kann auch mit einem günstigeren Modell von DJI oder einem Konkurrenzprodukt von Autel Robotics zufrieden sein. Die Mavic 4 Pro ist eine Investition in die Zukunft der Drohnenfotografie und setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Bildqualität, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Die Konkurrenz muss sich warm anziehen.

Vorteile

  • Hervorragende Bildqualität dank verbesserter Sensorik
  • Omnidirektionale Hinderniserkennung für erhöhte Sicherheit
  • Lange Flugzeit und verbesserte Akkulaufzeit
  • Intuitive Bedienung und intelligente Flugmodi

Nachteile

  • Hoher Preis im Vergleich zu Konkurrenzprodukten
  • Komplexe Software mit steiler Lernkurve für Einsteiger
  • Restriktive Flugbeschränkungen in bestimmten Gebieten

Fazit: Die DJI Mavic 4 Pro setzt neue Maßstäbe in der Drohnenfotografie. Die verbesserte Sensorik liefert atemberaubende Bilder, während die omnidirektionale Hinderniserkennung für maximale Sicherheit sorgt. Trotz des hohen Preises und der komplexen Software ist sie eine exzellente Wahl für professionelle Anwender und ambitionierte Hobbyfotografen, die bereit sind, in die beste verfügbare Technologie zu investieren. Ob sie die Fotografie revolutioniert? Fast – sie perfektioniert sie.