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Lefant M213 (2025) im Test: Mini-Saugroboter mit Maxi-Kompromissen?

TechCheck24 Redaktion
Lefant M213 (2025) im Test: Mini-Saugroboter mit Maxi-Kompromissen?

Saugroboter für unter 200 Euro – kann das gut gehen? Der Lefant M213 verspricht eine automatisierte Reinigung für den kleinen Geldbeutel. Doch die Kompaktheit und der günstige Preis haben ihren Preis: Intelligente Navigation sucht man hier vergebens. Ob der M213 trotzdem eine sinnvolle Ergänzung für den Haushalt ist, klärt unser Test.

Befriedigend (68%)

Unabhängige Experten-Analyse von TechCheck24

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Installation und Ersteinrichtung: Plug & Pray?

Die Installation des Lefant M213 gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Auspacken, Akku laden, App herunterladen – fertig. Die App-Anbindung erfolgt via Bluetooth und ist in wenigen Schritten erledigt. Ein Gateway ist nicht erforderlich, was die Einrichtung zusätzlich vereinfacht. Allerdings offenbart sich hier bereits die erste Einschränkung: Die Bluetooth-Verbindung hat eine begrenzte Reichweite, sodass der Roboter nur in unmittelbarer Nähe des Smartphones gesteuert werden kann. Eine Fernsteuerung über das Internet ist nicht möglich. Die App selbst ist übersichtlich gestaltet und bietet grundlegende Funktionen wie Start/Stopp, Reinigungsmodi und Zeitplanung. Allerdings wirkt sie etwas lieblos und bietet keine erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten. Die Übersetzung ins Deutsche ist teilweise holprig, was den Bedienkomfort etwas trübt.

Lefant M213 (2025) im Test: Mini-Saugroboter mit Maxi-Kompromissen?

Funktionsumfang und App-Steuerung: Weniger ist manchmal weniger

Der Funktionsumfang des Lefant M213 ist auf das Wesentliche beschränkt. Neben der manuellen Steuerung bietet die App drei Reinigungsmodi: Automatik, Punktreinigung und Kantenreinigung. Eine Zonenreinigung oder virtuelle Wände, um bestimmte Bereiche auszusparen, gibt es nicht. Auch eine Teppicherkennung fehlt, sodass der Roboter seine Saugleistung nicht automatisch an den Untergrund anpasst. Die Sensoren des Lefant M213 beschränken sich auf Kollisionssensoren und Absturzsensoren. Eine Hinderniserkennung via Kamera oder Laser ist nicht vorhanden, sodass der Roboter oft ungebremst gegen Möbelstücke stößt. Die App bietet eine einfache Zeitplanung, mit der sich die Reinigung zu bestimmten Zeiten automatisieren lässt. Allerdings ist die Planung sehr rudimentär und erlaubt keine differenzierten Einstellungen für verschiedene Wochentage. Die Benachrichtigungen der App sind spärlich und informieren lediglich über den Start und Stopp der Reinigung sowie über Fehler.

Praxis-Test: Leistung im Alltag – Chaos statt Ordnung?

Im Praxis-Test zeigt der Lefant M213 Licht und Schatten. Auf Hartböden wie Parkett und Fliesen erzielt er akzeptable Reinigungsergebnisse. Staub und Krümel werden zuverlässig aufgesaugt. Auf Teppichen stößt er jedoch an seine Grenzen. Die Saugleistung ist hierfür schlichtweg zu schwach. Auch hartnäckiger Schmutz wie Tierhaare oder eingetrocknete Flecken werden nicht immer vollständig entfernt. Die Navigation des Lefant M213 ist alles andere als intelligent. Er fährt chaotisch durch den Raum und folgt keinem erkennbaren Muster. Dadurch werden manche Bereiche mehrfach gereinigt, während andere völlig ausgelassen werden. Durch die fehlende Hinderniserkennung stößt er oft gegen Möbelstücke und verheddert sich in Kabeln. Die Akkulaufzeit beträgt im Automatikmodus etwa 60 Minuten. Für kleine Wohnungen mag das ausreichend sein, für größere Flächen ist jedoch eine Zwischenladung erforderlich. Der Roboter kehrt nach getaner Arbeit automatisch zur Ladestation zurück, sofern er diese findet. Die Lautstärke des Lefant M213 ist angenehm niedrig. Er ist deutlich leiser als viele andere Saugroboter und stört auch bei längeren Reinigungszyklen kaum.

Vernetzung und Smart-Home-Ökosystem: Funkstille im intelligenten Zuhause

In puncto Vernetzung und Smart-Home-Integration enttäuscht der Lefant M213 auf ganzer Linie. Es gibt keine Unterstützung für Matter, HomeKit, Alexa oder andere Smart-Home-Plattformen. Der Roboter lässt sich ausschließlich über die eigene App steuern. Eine Integration in bestehende Smart-Home-Systeme ist nicht möglich. Das ist schade, da sich so keine Automatisierungen oder Sprachbefehle realisieren lassen. Wer auf der Suche nach einem Saugroboter ist, der sich nahtlos in ein Smart-Home-Ökosystem integrieren lässt, ist mit dem Lefant M213 definitiv falsch beraten.

Fazit: Lohnt sich der Automatisierungs-Aufpreis?

Der Lefant M213 (2025) ist ein Mini-Saugroboter für Einsteiger, der vor allem durch seinen günstigen Preis und seine kompakte Bauweise punktet. Er eignet sich für kleine Wohnungen mit Hartböden, in denen er grundlegende Reinigungsarbeiten verrichten kann. Wer jedoch höhere Ansprüche an die Saugleistung, die Navigation und den Funktionsumfang stellt, sollte lieber etwas mehr Geld investieren und zu einem Modell mit intelligenter Navigation, Teppicherkennung und Smart-Home-Integration greifen. Der Lefant M213 ist ein Saugroboter für Puristen, die auf Schnickschnack verzichten können und lediglich eine einfache und kostengünstige Lösung suchen.

✓ Vorteile

  • Kompakte Bauweise ermöglicht Reinigung unter Möbeln mit geringer Bodenfreiheit.
  • Überraschend leise im Betrieb, ideal für sensible Umgebungen.
  • Einfache Bedienung und intuitive App-Steuerung.
  • Günstiger Preis macht ihn zu einer attraktiven Option für Einsteiger.

✕ Nachteile

  • Begrenzte Akkulaufzeit, weniger geeignet für große Wohnungen.
  • Schwache Saugleistung auf Teppichen, hartnäckiger Schmutz wird nicht immer vollständig entfernt.
  • Keine intelligente Navigation, fährt oft chaotisch und stößt an Hindernisse.
  • Basale Funktionalität, keine erweiterten Features wie Zonenreinigung oder virtuelle Wände.
Fazit der Redaktion Der Lefant M213 (2025) ist ein kompakter Saugroboter für Einsteiger, der vor allem durch seinen günstigen Preis und seine geringe Größe überzeugt. Abstriche muss man jedoch bei der Saugleistung, der Navigation und dem Funktionsumfang machen. Für kleine, unkomplizierte Wohnungen und glatte Böden kann er eine brauchbare Lösung sein, größere Haushalte oder Teppichböden stellen ihn jedoch vor Herausforderungen.