Proscenic Ultenic T20 (2025) im Test: Saugroboter-Allrounder mit intelligenten Features und kleinen Schwächen
Saugroboter sind längst keine Spielerei mehr, sondern smarte Helfer im Haushalt. Der Proscenic Ultenic T20 (2025) will mit LiDAR-Navigation und Absaugstation punkten. Doch hält er, was er verspricht? Unser Test zeigt Stärken und Schwächen.
Gut (82%)
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Installation und Ersteinrichtung
Die Ersteinrichtung des Proscenic Ultenic T20 gestaltet sich denkbar einfach. Nach dem Auspacken müssen lediglich die Bürsten montiert und der Roboter auf die Ladestation gestellt werden. Die Ultenic-App führt intuitiv durch den Einrichtungsprozess. Die Verbindung mit dem heimischen WLAN-Netzwerk erfolgt problemlos. Die App bietet eine übersichtliche Darstellung der Funktionen und ermöglicht die Konfiguration verschiedener Einstellungen. Das Anlegen einer Karte der Wohnung erfolgt bei der ersten Reinigungsfahrt. Hierbei nutzt der Roboter seine LiDAR-Sensoren, um eine präzise Karte zu erstellen. Die Genauigkeit der Karte ist beeindruckend und ermöglicht eine gezielte Reinigung einzelner Räume oder Bereiche. Es gibt keine Notwendigkeit für zusätzliche Gateways oder komplizierte Integrationen, was die Einrichtung besonders benutzerfreundlich macht. Kleinere Probleme gab es beim Erkennen von dunklen Teppichen. Diese wurden fälschlicherweise als Abgrund erkannt. Nach einem Update der Firmware war das Problem behoben.

Funktionsumfang und App-Steuerung
Der Proscenic Ultenic T20 bietet einen umfangreichen Funktionsumfang, der sich hauptsächlich über die Ultenic-App steuern lässt. Die App ermöglicht die Erstellung von Reinigungsplänen, die Festlegung von No-Go-Zonen und virtuellen Wänden sowie die Anpassung der Saugkraft und Wassermenge für verschiedene Bodenbeläge. Die Navigation basiert auf LiDAR-Technologie, was dem Roboter eine präzise und effiziente Reinigung ermöglicht. Er umfährt Hindernisse zuverlässig und findet sich auch in komplexen Raumstrukturen gut zurecht. Die App bietet zudem eine Echtzeit-Ansicht der Reinigungskarte, sodass man jederzeit den Fortschritt der Reinigung verfolgen kann. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, die Reinigung per Sprachbefehl über Alexa oder Google Assistant zu steuern. Die Sensoren des Roboters erkennen verschiedene Bodenbeläge und passen die Saugkraft automatisch an. Dies sorgt für eine optimale Reinigung auf Teppichen und Hartböden. Die App ist übersichtlich und einfach zu bedienen, auch für technisch weniger versierte Nutzer.
Praxis-Test: Leistung im Alltag
Im Alltagstest zeigt der Proscenic Ultenic T20 eine solide Reinigungsleistung. Die Saugkraft ist ausreichend, um Staub, Schmutz und Tierhaare von verschiedenen Bodenbelägen zu entfernen. Auf Hartböden erzielt der Roboter sehr gute Ergebnisse, während er auf Teppichen etwas mehr zu kämpfen hat. Hier empfiehlt es sich, die Saugkraft manuell zu erhöhen. Die Absaugstation erweist sich als äußerst praktisch, da sie den Staubbehälter des Roboters automatisch entleert. Dies reduziert den Wartungsaufwand erheblich. Die Navigation des Roboters ist dank LiDAR-Technologie sehr präzise. Er fährt systematisch die Räume ab und vermeidet Kollisionen mit Möbeln und anderen Hindernissen. Allerdings gibt es gelegentlich Probleme bei der Erkennung von kleinen Gegenständen wie Kabeln oder Socken. Hier kann es vorkommen, dass der Roboter diese einsaugt. Die Akkulaufzeit ist ausreichend für die Reinigung einer durchschnittlichen Wohnung. Bei größeren Flächen kann es jedoch erforderlich sein, den Roboter zwischendurch aufzuladen. Die Lautstärke des Roboters ist bei maximaler Saugkraft etwas hoch, was aber im normalen Betrieb nicht störend ist.
Vernetzung und Smart-Home-Ökosystem
Der Proscenic Ultenic T20 lässt sich nahtlos in bestehende Smart-Home-Systeme integrieren. Die Kompatibilität mit Alexa und Google Assistant ermöglicht die Steuerung per Sprachbefehl. So kann man beispielsweise die Reinigung starten, stoppen oder den Roboter in einen bestimmten Raum schicken. Eine Matter-Integration ist bisher nicht vorhanden, wird aber voraussichtlich in einem zukünftigen Update nachgereicht. Die Integration in HomeKit ist ebenfalls nicht direkt möglich, kann aber über Umwege realisiert werden. Die App bietet eine Vielzahl von Automatisierungsoptionen, mit denen sich die Reinigung an individuelle Bedürfnisse anpassen lässt. So kann man beispielsweise festlegen, dass der Roboter automatisch mit der Reinigung beginnt, wenn man das Haus verlässt. Die Anbindung an das Smart-Home-Ökosystem ist insgesamt gut gelöst, bietet aber noch Verbesserungspotenzial. Insbesondere die Integration von Matter und HomeKit würde den Funktionsumfang deutlich erweitern.
Fazit: Lohnt sich der Automatisierungs-Aufpreis?
Der Proscenic Ultenic T20 (2025) ist ein Saugroboter mit intelligenten Funktionen und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die LiDAR-Navigation, die Absaugstation und die umfangreiche App-Steuerung machen die Reinigung des Hauses komfortabler und effizienter. Trotz kleiner Schwächen in der Hinderniserkennung und der Lautstärke überzeugt der T20 im Alltagstest. Für Smart-Home-Enthusiasten, die Wert auf eine automatisierte Reinigung legen, ist der Ultenic T20 eine lohnende Investition. Der Automatisierungs-Aufpreis im Vergleich zu herkömmlichen Saugrobotern ist gerechtfertigt, da der T20 den Alltag deutlich erleichtert und Zeit spart. Wer jedoch besonders empfindlich auf Geräusche reagiert oder viele kleine Hindernisse in der Wohnung hat, sollte sich nach einer Alternative umsehen. Insgesamt ist der Proscenic Ultenic T20 ein empfehlenswerter Saugroboter, der seinen Job gut macht.
✓ Vorteile
- Effiziente Navigation dank LiDAR-Technologie
- Starke Saugkraft für verschiedene Bodenbeläge
- Praktische Absaugstation für bequeme Entleerung
- Umfangreiche App-Steuerung mit individuellen Reinigungseinstellungen
✕ Nachteile
- Lautstärke bei maximaler Saugkraft etwas hoch
- Hinderniserkennung könnte verbessert werden
- Begrenzte Akkuleistung bei großen Flächen