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Laptop / Ultrabook Update: 05.2026

Test: ASUS Zenbook 14 OLED UX3405 – Meteor Lakes früher Vorstoß im Langzeit-Check

Test: ASUS Zenbook 14 OLED UX3405 – Meteor Lakes früher Vorstoß im Langzeit-Check

Tech_Specs

TC Score

Fazit

Zusammenfassung: Das UX3405 verbindet Intels ersten 'AI PC'-Ansatz mit einem der besten 14-Zoll-Displays seiner Klasse, erkauft sich die Schlankheit jedoch durch eine konservative Lüfterkurve und thermische Limits.

Chassis und Ergonomie: Understatement in Ponder Blue

Das Zenbook 14 OLED UX3405 ist ein Paradebeispiel für gelungene Evolution. Mit einem Gewicht von knapp 1,2 kg und einer Bauhöhe von nur 14,9 mm setzt ASUS auf Mobilität ohne Kompromisse bei der Haptik. Das Gehäuse aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung wirkt verwindungssteif, die matte 'Ponder Blue' Oberfläche ist jedoch ein Magnet für Fingerabdrücke. Die Tastatur bietet einen Hubweg von 1,4 mm, was für Vielschreiber ein haptisches Fest ist, auch wenn das Feedback etwas knackiger ausfallen könnte. Das großzügige Touchpad integriert das bewährte NumberPad 2.0, was den Verzicht auf einen dedizierten Nummernblock in dieser Größenklasse geschickt kompensiert. Heise-Leser werden die Port-Auswahl schätzen: Trotz der flachen Bauweise verbaut ASUS einen USB-A-Port (3.2 Gen 1) und zwei Thunderbolt-4-Schnittstellen, was den Dongle-Zwang im Alltag minimiert.

Performance-Analyse: Meteor Lake zwischen NPU-Hype und Realität

Im Herzen schlägt der Intel Core Ultra 7 155H, die erste Generation mit integrierter NPU (Intel AI Boost). In unseren Benchmarks zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Während die Single-Core-Performance auf hohem Niveau stagniert, liefert die neue Intel Arc iGPU eine beeindruckende Performance-Steigerung von bis zu 80 % gegenüber der alten Iris Xe. Damit sind einfache Videoschnitt-Aufgaben und moderates Gaming in 1080p erstmals ohne dedizierte GPU flüssig möglich. Das Problem bleibt die Thermik: In einem 30-minütigen Cinebench-R23-Loop fällt die Leistungsaufnahme von initialen 65 Watt (Short Burst) schnell auf stabile 28 Watt ab. Das resultiert in einem Performance-Verlust von ca. 18 % gegenüber dem Kaltstart. Für kurze Workloads ist das Gerät extrem flott, für Dauer-Rendering ist die Kühlung schlicht unterdimensioniert. Die KI-Features der NPU sind 2026 zwar im Alltag angekommen, doch der eigentliche Star ist die Effizienz im Teillastbereich.

Display und Ausdauer: OLED als Referenz

Das 14-Zoll-OLED-Panel (3K, 16:10) ist das Prunkstück des UX3405. Mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und einer Spitzenhelligkeit von 600 Nits (HDR) deklassiert es jedes IPS-Konkurrenzmodell. Die Farbraumabdeckung von 100% DCI-P3 prädestiniert das Gerät für farbverbindliches Arbeiten, sofern man das Panel kalibriert. Dank der 75-Wh-Batterie erreicht das Zenbook in unserem praxisnahen WLAN-Laufzeittest bei 150 Nits Helligkeit beeindruckende 11,5 Stunden. Das ist ein Spitzenwert für Intel-basierte Systeme dieser Gewichtsklasse und macht das mitgelieferte 65-Watt-USB-C-Netzteil auf Kurztrips oft überflüssig. Kritik gibt es für den HDMI-Anschluss, der zwar als 2.1 beworben wird, aber faktisch nur HDMI 2.0 Bandbreiten (TMDS) liefert – ein unnötiges Marketing-Verwirrspiel, das Profis mit 4K120-Monitoren verärgern wird.

Fazit: Das ASUS Zenbook 14 OLED UX3405 ist das ideale Werkzeug für mobile Anwender, die Wert auf erstklassige Anzeige und Portabilität legen. Die Meteor-Lake-Architektur liefert eine hervorragende iGPU-Leistung und Effizienz, scheitert aber an echten Workstation-Ambitionen aufgrund der flachen Bauweise. Ein ehrliches, hochqualitatives Ultrabook ohne nennenswerte Schwächen, solange man nicht versucht, damit 8K-Videos zu rendern.


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