Test: iRobot Roomba j9+ (2025) – Hinderniserkennung neu definiert?
Der Markt für Saugroboter boomt, und iRobot ist einer der führenden Hersteller. Mit dem Roomba j9+ (2025) verspricht das Unternehmen eine Revolution in der Hinderniserkennung. Doch hält der neue Saugroboter, was er verspricht? Unser Test klärt auf, ob sich der hohe Preis lohnt und welche Schwächen der Roomba j9+ aufweist.
Gut
Unabhängiger Testbericht
Installation und Ersteinrichtung
Die Ersteinrichtung des Roomba j9+ gestaltet sich denkbar einfach. Nach dem Auspacken und Platzieren der Absaugstation, führt die iRobot Home App intuitiv durch den gesamten Prozess. Die App erkennt den Roboter automatisch und verbindet ihn problemlos mit dem heimischen WLAN. Die anschließende Kartierung der Wohnung erfolgt schnell und präzise. Im Test wurden keine Probleme mit der Gateway-Integration festgestellt, die Kommunikation zwischen Roboter und App funktionierte stets zuverlässig. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde der Einrichtungsprozess spürbar vereinfacht, was besonders Nutzern ohne tiefere technische Vorkenntnisse entgegenkommen dürfte. Einzig die Größe der Absaugstation könnte in kleineren Wohnungen ein Problem darstellen.

Funktionsumfang und App-Steuerung
Der Roomba j9+ bietet einen beeindruckenden Funktionsumfang. Neben der üblichen Zeitplanung und Zonenreinigung, bietet die App detaillierte Anpassungsmöglichkeiten für verschiedene Reinigungsmodi und Saugstärken. Die 'Dirt Detect'-Technologie erkennt stärker verschmutzte Bereiche und intensiviert die Reinigung automatisch. Die 'PrecisionVision'-Navigation ermöglicht eine präzise Hinderniserkennung und -umfahrung. Die App ist übersichtlich gestaltet und bietet eine Vielzahl von Optionen, ohne dabei überladen zu wirken. Im Vergleich zu Saugrobotern anderer Hersteller, wie beispielsweise Bosch, bietet die iRobot Home App deutlich mehr Individualisierungsmöglichkeiten. Die Sensoren des Roomba j9+ arbeiten zuverlässig und sorgen für eine effiziente Reinigung.
Praxis-Test: Leistung im Alltag
Im Alltagstest konnte der Roomba j9+ seine Stärken voll ausspielen. Die Hinderniserkennung funktionierte in den meisten Fällen tadellos, selbst herumliegende Kabel und Spielzeug wurden zuverlässig erkannt und umfahren. Die Reinigungsleistung auf Hartböden und Teppichen ist hervorragend, Staub, Krümel und Tierhaare werden effektiv aufgenommen. Die Reaktionszeit des Roboters ist kurz, er reagiert schnell auf Hindernisse und passt seine Route entsprechend an. Die automatische Entleerung des Staubbehälters in der Absaugstation funktioniert zuverlässig und reduziert den Wartungsaufwand erheblich. Lediglich bei sehr flachen Hindernissen, wie beispielsweise dünnen Teppichkanten, kam es gelegentlich zu Problemen. Im Vergleich zu älteren Roomba-Modellen ist die Reinigungsleistung deutlich verbessert worden.
Vernetzung und Smart-Home-Ökosystem
Der Roomba j9+ lässt sich nahtlos in bestehende Smart-Home-Ökosysteme integrieren. Die Unterstützung von Alexa und Google Assistant ermöglicht die Steuerung per Sprachbefehl. Eine Matter-Integration ist derzeit noch nicht verfügbar, wird aber laut iRobot in einem zukünftigen Update nachgereicht. Die Integration in HomeKit ist ebenfalls nicht nativ vorhanden, kann aber über Umwege realisiert werden. Die Sprachsteuerung funktioniert zuverlässig, Befehle wie 'Starte die Reinigung' oder 'Reinige die Küche' werden prompt ausgeführt. Die fehlende Matter-Unterstützung ist jedoch ein kleiner Wermutstropfen, da dies die Integration in herstellerübergreifende Smart-Home-Systeme erleichtern würde. Im Vergleich zu einigen Konkurrenzprodukten ist die Smart-Home-Integration des Roomba j9+ jedoch bereits sehr gut ausgereift.
Fazit: Lohnt sich der Automatisierungs-Aufpreis?
Der iRobot Roomba j9+ (2025) ist zweifellos ein Premium-Saugroboter, der mit seiner fortschrittlichen Technologie und hohen Reinigungsleistung überzeugt. Der hohe Anschaffungspreis ist jedoch nicht für jeden gerechtfertigt. Wer Wert auf eine zuverlässige und komfortable automatische Bodenreinigung legt und bereit ist, dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen, erhält mit dem Roomba j9+ ein hervorragendes Produkt. Für Nutzer mit einem begrenzten Budget gibt es jedoch auch günstigere Alternativen, die ebenfalls gute Reinigungsleistungen bieten. Ob sich der Automatisierungs-Aufpreis lohnt, hängt letztendlich von den individuellen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Langzeitnutzer profitieren aber von der geringen Wartung und hohen Zuverlässigkeit.
Vorteile
- Exzellente Hinderniserkennung, selbst bei komplexen Umgebungen
- Verbesserte Reinigungsleistung durch optimierte Bürsten und Saugkraft
- Intuitive App-Steuerung mit detaillierten Anpassungsmöglichkeiten
- Zuverlässige Navigation und Kartierung der Wohnung
Nachteile
- Hoher Anschaffungspreis im Vergleich zu Konkurrenzprodukten
- Gelegentliche Probleme mit der Erkennung sehr flacher Hindernisse
- Lautstärke bei maximaler Saugkraft kann störend sein
Fazit: Der iRobot Roomba j9+ (2025) überzeugt mit seiner fortschrittlichen Hinderniserkennung und verbesserter Reinigungsleistung. Trotz des hohen Preises und kleinerer Schwächen in der Hinderniserkennung sehr flacher Objekte, bietet er eine komfortable und zuverlässige Lösung für die automatische Bodenreinigung. Die intuitive App-Steuerung und die zuverlässige Navigation runden das Gesamtpaket ab.