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Test: Nothing Ear (3) (2026) – Transparenz und Klang im Detail

TechCheck24 Redaktion
Test: Nothing Ear (3) (2026) – Transparenz und Klang im Detail

Nothing hat sich mit seinem transparenten Design einen Namen gemacht. Die Ear (3) setzen diesen Trend fort und versprechen gleichzeitig eine verbesserte Klangqualität und ANC. Doch können die neuen In-Ears wirklich überzeugen und sich gegen die starke Konkurrenz behaupten? Unser Test klärt auf.

86

Gut

Unabhängiger Testbericht

Design, Verarbeitung und Komfort

Nothing bleibt auch bei den Ear (3) dem transparenten Design treu, das die Marke bekannt gemacht hat. Das Gehäuse der Ohrhörer und des Ladecases gibt den Blick auf die Elektronik frei, was den Ear (3) einen futuristischen und einzigartigen Look verleiht. Die Verarbeitung ist hochwertig, die verwendeten Materialien wirken robust und langlebig. Allerdings zieht das transparente Design Fingerabdrücke magisch an, was regelmäßiges Reinigen erforderlich macht. Der Tragekomfort ist dank verschiedener Ohrstöpselgrößen gut. Die Ear (3) sitzen sicher im Ohr, auch bei sportlichen Aktivitäten. Im Vergleich zu den Ear (2) wurden die Ear (3) etwas ergonomischer geformt, was den Komfort weiter erhöht. Sie sind leicht genug, um auch über längere Zeiträume angenehm getragen zu werden, ohne Druckstellen zu verursachen. Die Ear (3) sind nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt, was sie zu einem idealen Begleiter für den Alltag macht.

Test: Nothing Ear (3) (2026) – Transparenz und Klang im Detail

Bedienung, Ausstattung und App

Die Nothing Ear (3) werden über Touch-Gesten an den Ohrhörern gesteuert. Die Gesten sind intuitiv und lassen sich in der Nothing X App anpassen. So kann man beispielsweise die Lautstärke regeln, Anrufe annehmen oder den Sprachassistenten aktivieren. Die App bietet zudem einen Equalizer, mit dem der Klang an die eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Es gibt voreingestellte Profile, aber auch die Möglichkeit, eigene Einstellungen vorzunehmen. Die Konnektivität ist dank Bluetooth 5.3 stabil und zuverlässig. Die Ear (3) unterstützen Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair, was die Einrichtung auf Android- und Windows-Geräten vereinfacht. Multipoint-Verbindungen werden ebenfalls unterstützt, sodass man die Ohrhörer gleichzeitig mit zwei Geräten verbinden kann. Ein weiteres Highlight ist die Unterstützung von LHDC 5.0, einem hochauflösenden Audio-Codec, der für eine noch bessere Klangqualität sorgt, sofern das Wiedergabegerät diesen Codec unterstützt. Im Vergleich zu den Ear (2) wurde die App um einige nützliche Funktionen erweitert, wie beispielsweise einen personalisierten Hörtest, der den Klang automatisch an das eigene Hörvermögen anpasst.

Klangqualität: Dynamik und Detailtreue

Die Nothing Ear (3) liefern einen ausgewogenen und detailreichen Klang. Die Bässe sind kräftig und präsent, ohne jedoch die Mitten und Höhen zu überdecken. Die Mitten sind klar und präzise, wodurch Stimmen und Instrumente gut zur Geltung kommen. Die Höhen sind detailreich und brillant, ohne dabei schrill zu wirken. Die Bühne ist ausreichend breit und tief, wodurch ein räumliches Klangbild entsteht. Die Ear (3) eignen sich für verschiedene Musikgenres, von Pop und Rock bis hin zu Klassik und Jazz. Im Vergleich zu den Ear (2) wurde die Klangqualität in allen Bereichen verbessert. Die Ear (3) klingen dynamischer, detailreicher und ausgewogener. Sie bieten ein immersives Klangerlebnis, das Musik zum Leben erweckt. Auch bei hoher Lautstärke bleiben die Ear (3) verzerrungsfrei. Die Unterstützung von LHDC 5.0 sorgt für eine noch bessere Klangqualität, insbesondere bei hochauflösenden Audiodateien. Im direkten Vergleich zu den Apple AirPods Pro (2. Generation) bieten die Ear (3) einen etwas kräftigeren Bass, während die AirPods Pro etwas neutraler abgestimmt sind.

ANC, Telefonie und Akku

Die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) der Nothing Ear (3) wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert. Die Ear (3) filtern Umgebungsgeräusche effektiv heraus, sodass man sich voll und ganz auf die Musik konzentrieren kann. Es gibt verschiedene ANC-Modi, die an die jeweilige Umgebung angepasst werden können. Im adaptiven Modus passt die ANC die Geräuschunterdrückung automatisch an die Umgebung an. Die Telefoniequalität ist dank der drei Mikrofone pro Ohrhörer gut. Die Stimme wird klar und deutlich übertragen, auch in lauten Umgebungen. Windgeräusche werden effektiv unterdrückt. Die Akkulaufzeit beträgt mit aktiviertem ANC bis zu 5 Stunden mit den Ohrhörern selbst und bis zu 24 Stunden mit dem Ladecase. Ohne ANC sind bis zu 7 Stunden mit den Ohrhörern und bis zu 36 Stunden mit dem Ladecase möglich. Die Akkulaufzeit ist zwar ausreichend, aber im Vergleich zu einigen Konkurrenten nicht überragend. Die Ear (3) unterstützen kabelloses Laden nach dem Qi-Standard. Eine Schnellladefunktion sorgt dafür, dass man nach 10 Minuten Laden wieder 2 Stunden Musik hören kann. Im Vergleich zu den Bose QuietComfort Earbuds II ist die ANC der Ear (3) nicht ganz so effektiv, aber immer noch sehr gut.

Preis-Leistungs-Verhältnis & Konkurrenz

Die Nothing Ear (3) positionieren sich im oberen Mittelfeld der In-Ear-Kopfhörer. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut, da die Ear (3) eine hochwertige Verarbeitung, einen guten Klang, eine verbesserte ANC und eine umfangreiche Ausstattung bieten. Die Konkurrenz in diesem Preissegment ist jedoch groß. Zu den wichtigsten Konkurrenten zählen die Apple AirPods Pro (2. Generation), die Sony WF-1000XM5, die Bose QuietComfort Earbuds II und die Sennheiser Momentum True Wireless 3. Die AirPods Pro bieten eine nahtlose Integration in das Apple-Ökosystem, die Sony WF-1000XM5 eine hervorragende ANC, die Bose QuietComfort Earbuds II einen hohen Tragekomfort und die Sennheiser Momentum True Wireless 3 einen audiophilen Klang. Die Nothing Ear (3) punkten mit ihrem einzigartigen Design, dem ausgewogenen Klang und der guten ANC. Sie sind eine gute Wahl für alle, die Wert auf ein stylisches Design und eine gute Klangqualität legen. Im Vergleich zu den Jabra Elite 10 bieten die Ear (3) ein etwas auffälligeres Design, während die Jabra Elite 10 mit einer längeren Akkulaufzeit punkten.

Vorteile

  • Ausgewogener, detailreicher Klang mit kräftigen Bässen
  • Verbesserte aktive Geräuschunterdrückung (ANC)
  • Einzigartiges, transparentes Design
  • Intuitive Touch-Bedienung und erweiterte App-Funktionen

Nachteile

  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • Transparenz-Design anfällig für Fingerabdrücke
  • ANC in sehr lauten Umgebungen nicht perfekt

Fazit: Die Nothing Ear (3) setzen auf das bekannte transparente Design und verbessern Klangqualität und ANC im Vergleich zum Vorgänger. Die intuitive Bedienung und die umfangreichen App-Funktionen überzeugen. Abstriche gibt es bei der Akkulaufzeit und der Performance des ANC in extrem lauten Umgebungen. Insgesamt ein gelungenes Upgrade für designorientierte Klangliebhaber.