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Test: Poco M7 Pro (2025) – Preis-Leistungs-Kracher mit Abstrichen?

TechCheck24 Redaktion
Test: Poco M7 Pro (2025) – Preis-Leistungs-Kracher mit Abstrichen?

Poco ist bekannt für seine Smartphones mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Das neue Poco M7 Pro (2025) soll diese Tradition fortsetzen und erneut die Konkurrenz aufmischen. Ob das gelingt, klärt dieser ausführliche Testbericht. Kann der 'Preis-Leistungs-König' seinen Thron verteidigen, oder gibt es würdige Herausforderer?

82

Gut

Unabhängiger Testbericht

Display und Verarbeitungsqualität

Das 6,67 Zoll große OLED-Display des Poco M7 Pro ist in dieser Preisklasse eine echte Überraschung. Die Farben sind kräftig, die Kontraste knackig und die Helligkeit ausreichend, um das Gerät auch im Freien gut nutzen zu können. Die Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln sorgt für eine scharfe Darstellung von Inhalten. Allerdings ist das Displayglas nicht das widerstandsfähigste, weshalb eine Schutzfolie empfehlenswert ist. Beim Gehäuse setzt Poco auf Kunststoff, der zwar gut verarbeitet ist, aber sich nicht so hochwertig anfühlt wie Aluminium oder Glas. Zudem ist das Gehäuse anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke. Die Spaltmaße sind gering und das Gerät wirkt insgesamt stabil. Die Scharniere des Laptops vermitteln einen soliden Eindruck und halten den Bildschirm in der gewünschten Position. Im Vergleich zu Konkurrenten wie Samsung's A-Serie, fehlt dem Poco hier jedoch die Robustheit.

Test: Poco M7 Pro (2025) – Preis-Leistungs-Kracher mit Abstrichen?

Leistung: CPU, GPU und Kühlung

Im Inneren des Poco M7 Pro arbeitet ein MediaTek Dimensity 7200 Ultra Prozessor, der für eine flüssige Performance im Alltag sorgt. Apps starten schnell, Multitasking ist kein Problem und auch anspruchsvollere Anwendungen laufen zufriedenstellend. Bei der Grafikleistung muss man jedoch Abstriche machen. Die integrierte Mali-G610 MC4 GPU ist nicht für aktuelle Top-Spiele geeignet. Anspruchsvolle Titel laufen nur in reduzierter Auflösung und mit niedrigen Details flüssig. Bei längerer Belastung kann das Gerät warm werden, aber die Kühlung verhindert ein Throttling der Leistung. Die Lüfter sind dabei angenehm leise. Im Vergleich zu Prozessoren von Qualcomm in ähnlichen Preisklassen, zeigt sich, dass MediaTek hier ordentlich nachgebessert hat, aber noch nicht ganz auf Augenhöhe ist. Insbesondere die Effizienz unter Last könnte noch verbessert werden.

Eingabegeräte: Tastatur und Trackpad

Die Tastatur des Poco M7 Pro bietet einen angenehmen Hubweg und einen klaren Druckpunkt. Das Tippgefühl ist präzise und auch längere Texte lassen sich komfortabel verfassen. Das Layout ist gut durchdacht und die Tasten sind ausreichend groß. Eine Hintergrundbeleuchtung ist vorhanden, was das Tippen in dunkler Umgebung erleichtert. Das Trackpad ist ausreichend groß und reagiert präzise auf Eingaben. Multitouch-Gesten werden zuverlässig erkannt. Die Oberfläche ist leicht angeraut, was für eine gute Haptik sorgt. Im Vergleich zu High-End Laptops ist das Trackpad jedoch nicht ganz so hochwertig und bietet nicht so viele Funktionen. Hier spürt man den Preisunterschied deutlich. Die Eingabegeräte sind für den alltäglichen Gebrauch aber absolut ausreichend.

Mobilität: Akku und Portabilität

Der 5000 mAh Akku des Poco M7 Pro sorgt für eine gute Akkulaufzeit. Im Test erreichte das Gerät eine Laufzeit von rund 8 Stunden bei normaler Nutzung mit gemischten Aufgaben wie Surfen, E-Mail und Videowiedergabe. Bei intensiver Nutzung mit Spielen oder anspruchsvollen Anwendungen reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Dank der Schnellladefunktion ist der Akku in kurzer Zeit wieder aufgeladen. Das mitgelieferte 67 Watt Netzteil lädt das Gerät in rund 45 Minuten vollständig auf. Mit einem Gewicht von 190 Gramm ist das Poco M7 Pro angenehm leicht und lässt sich problemlos transportieren. Es ist etwas schwerer als einige Konkurrenten, aber der Unterschied ist nicht allzu groß. Die Abmessungen sind kompakt und das Gerät passt problemlos in jede Tasche. Im Vergleich zu Modellen mit ähnlicher Akkukapazität, sticht das Poco durch seine effiziente Energieverwaltung hervor.

Konnektivität und Preis-Leistung

Das Poco M7 Pro bietet eine gute Auswahl an Anschlüssen. Es verfügt über einen USB-C Anschluss, einen Kopfhöreranschluss und einen microSD-Kartensteckplatz. Auf Thunderbolt muss man in dieser Preisklasse verzichten. Die Webcam löst mit 1080p auf und liefert eine mäßige Bildqualität. Für Videokonferenzen reicht sie aus, aber für anspruchsvollere Aufgaben ist sie nicht geeignet. Die Software des Poco M7 Pro basiert auf Android 15 mit der MIUI 15 Oberfläche. Die Oberfläche ist übersichtlich und bietet viele Anpassungsmöglichkeiten. Allerdings ist sie auch mit Bloatware überladen, die sich aber größtenteils deinstallieren lässt. Der Preis des Poco M7 Pro liegt bei rund 350 Euro. Für diesen Preis erhält man ein Smartphone mit einem hervorragenden OLED-Display, solider Performance und guter Akkulaufzeit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut. Im Vergleich zu anderen Geräten in dieser Preisklasse, bietet das Poco M7 Pro ein unschlagbares Gesamtpaket.

Vorteile

  • Hervorragendes OLED-Display in dieser Preisklasse
  • Solide Alltagsleistung dank effizientem Prozessor
  • Schnellladefunktion für zügiges Auftanken
  • Ansprechendes Design und hochwertige Haptik

Nachteile

  • Kunststoffgehäuse anfällig für Kratzer
  • Schwache Grafikleistung für anspruchsvolle Spiele
  • Mäßige Webcam-Qualität

Fazit: Das Poco M7 Pro (2025) überzeugt mit einem exzellenten OLED-Display und solider Performance für den täglichen Gebrauch. Abstriche muss man jedoch bei der Grafikleistung, der Webcam und der Materialwahl des Gehäuses machen. Insgesamt ein attraktives Gerät für preisbewusste Nutzer, die Wert auf ein gutes Display legen.