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Worx WX178.9 (2025) im Test: Ein Powershare-Allrounder mit Kompromissen

TechCheck24 Redaktion
Worx WX178.9 (2025) im Test: Ein Powershare-Allrounder mit Kompromissen

Der Akku-Bohrschrauber-Markt ist hart umkämpft. Worx versucht mit dem WX178.9 und dem Powershare-System zu punkten. Doch reicht das, um gegen die etablierte Konkurrenz zu bestehen? Unser Test zeigt die Stärken und Schwächen des vielseitigen Allrounders.

Gut (85%)

Unabhängige Experten-Analyse von TechCheck24

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Ergonomie, Gewicht und Handhabung

Der Worx WX178.9 liegt dank des gummierten Griffs gut in der Hand. Die Balance ist ausgewogen, was ein ermüdungsfreies Arbeiten auch über längere Zeit ermöglicht. Mit einem Gewicht von rund 1,3 kg (mit Akku) ist der Schrauber nicht zu schwer, was das Arbeiten über Kopf erleichtert. Der Schalter für die Drehrichtung ist gut erreichbar und lässt sich problemlos mit einer Hand bedienen. Allerdings könnte die Griffgummierung etwas weicher sein, um den Komfort weiter zu erhöhen. Die LED-Arbeitsleuchte ist hell und leuchtet den Arbeitsbereich gut aus, könnte jedoch etwas breiter streuen. Insgesamt überzeugt die Ergonomie, auch wenn es in Details Verbesserungspotenzial gibt.

Worx WX178.9 (2025) im Test: Ein Powershare-Allrounder mit Kompromissen

Akku-System und Kompatibilität

Das Herzstück des Worx WX178.9 ist das Powershare-System. Dieses ermöglicht die Nutzung der Akkus in einer Vielzahl von Worx-Geräten, von Rasentrimmern bis hin zu Heckenscheren. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart auch Geld, da man nicht für jedes Gerät einen separaten Akku benötigt. Die Akkus sind mit 2.0 Ah oder 4.0 Ah erhältlich. Im Test zeigte sich, dass der 2.0 Ah Akku für die meisten Heimwerkerarbeiten ausreichend ist. Die Ladezeit des 2.0 Ah Akkus beträgt mit dem mitgelieferten Ladegerät ca. 1 Stunde. Die 4.0 Ah Variante bietet eine deutlich längere Laufzeit, benötigt aber auch entsprechend länger zum Aufladen (ca. 2 Stunden). Die Akkus verfügen über eine Ladestandsanzeige, die den aktuellen Füllstand in drei Stufen anzeigt. Die Kompatibilität mit älteren Powershare-Akkus ist gewährleistet, allerdings sollte man beachten, dass ältere Akkus möglicherweise nicht die gleiche Leistung bieten wie die neueren Modelle.

Kraft-Entfaltung und Performance

Der Worx WX178.9 bietet ein maximales Drehmoment von 30 Nm. Das ist für die meisten Schraubarbeiten im Haushalt und Garten ausreichend. Auch Bohrungen in Holz und Metall sind problemlos möglich. Im Test zeigte sich, dass der Schrauber auch mit etwas härteren Materialien wie Hartholz gut zurechtkommt. Allerdings merkt man hier, dass er nicht mit den Profi-Geräten von Bosch Blau oder Makita mithalten kann. Die Drehzahl lässt sich in zwei Stufen regulieren (0-400 U/min und 0-1500 U/min). Die Drehmomentregelung verfügt über 18 Stufen, könnte aber etwas feinfühliger sein. Bei empfindlichen Schraubarbeiten ist es daher ratsam, vorsichtig vorzugehen. Die Bohrleistung in Holz beträgt maximal 30 mm, in Stahl 10 mm. Insgesamt ist die Kraftentfaltung für den Heimwerkerbereich gut, für den professionellen Einsatz ist der Schrauber jedoch nicht ausgelegt.

Verarbeitung und Langlebigkeit

Das Gehäuse des Worx WX178.9 besteht hauptsächlich aus Kunststoff. Dieser wirkt zwar robust, aber nicht besonders hochwertig. Im Vergleich zu Geräten mit Metallgehäuse wirkt der Worx etwas weniger wertig. Die Spaltmaße sind sauber und die Verarbeitung ist ordentlich. Allerdings ist fraglich, wie robust der Schrauber bei starker Beanspruchung ist. Bei einem Falltest aus einem Meter Höhe zeigten sich leichte Beschädigungen am Gehäuse. Für den normalen Heimwerkergebrauch sollte die Verarbeitung jedoch ausreichend sein. Das Bohrfutter ist aus Metall und fasst Bohrer und Bits bis zu einem Durchmesser von 13 mm. Es lässt sich leicht öffnen und schließen. Die Lebensdauer des Motors wird sich erst im Langzeittest zeigen, aber die ersten Eindrücke sind positiv. Insgesamt ist die Verarbeitung dem Preis entsprechend angemessen.

Preis-Leistung: Profi-Tool oder Heimwerker-Niveau?

Der Worx WX178.9 positioniert sich klar im Heimwerkerbereich. Im Vergleich zu Profi-Geräten von Bosch Blau, Makita oder DeWalt bietet er weniger Leistung und eine einfachere Verarbeitung. Allerdings ist er auch deutlich günstiger. Im Vergleich zu Einhell-Geräten bietet der Worx eine ähnliche Leistung, ist aber durch das Powershare-System flexibler einsetzbar. Für den gelegentlichen Heimwerker, der ein vielseitiges und preiswertes Gerät sucht, ist der Worx WX178.9 eine gute Wahl. Wer jedoch regelmäßig anspruchsvolle Arbeiten verrichtet, sollte lieber zu einem Profi-Gerät greifen. Das Powershare-System ist ein großer Pluspunkt, der den Worx von vielen anderen Heimwerker-Akkuschraubern abhebt. Insgesamt bietet der Worx ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn es Abstriche bei der Materialqualität gibt.

✓ Vorteile

  • Umfangreiches Powershare-System bietet hohe Flexibilität.
  • Kompakte Bauweise ermöglicht Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen.
  • Gute Drehmomentleistung für die meisten Heimwerker-Anwendungen.
  • Verbesserte Akkulaufzeit im Vergleich zum Vorgängermodell.

✕ Nachteile

  • Kunststoffgehäuse wirkt nicht besonders hochwertig.
  • Drehmomentregelung könnte feinfühliger sein.
  • Ladezeit des Akkus relativ lang.
Fazit der Redaktion Der Worx WX178.9 ist ein solider Akku-Bohrschrauber für den ambitionierten Heimwerker. Das Powershare-System ist ein großer Pluspunkt, jedoch gibt es Abstriche bei der Materialqualität und der Feinfühligkeit der Drehmomentregelung. Insgesamt ein guter Allrounder mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis.